StrahlenTelex [ Register des Sachgebietes Neutronenstrahlung ]

 

Kommentiertes Register des Sachgebietes Neutronenstrahlung

kosmische Strahlung

Atommüll-Lager

Zurück zum Register

Atommüll-Transporte

medizinischer Strahleneinsatz

Schalten Sie auf Vollbild.





 

medizinischer Strahleneinsatz

Zurück zum Anfang

Strahlentherapie

Die Krebsbehandlung mit Neutronen ist fragwürdig. "Andere Strahlenarten wirken effektiver und schonender" – Broschüre zum Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. In einer 24 Seiten starken Broschüre hat die Diplom-Physikerin Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut München verschiedene Arten der Strahlentherapie miteinander verglichen. Daraus geht hervor, daß eine Krebsbehandlung mit Neutronenstrahlen die schlechteste, weil von vielen unerwünschten toxischen Nebenwirkungen begleitete Variante ist. Die künftigen Betreiber des neuen Atomforschungsreaktors FRM II der Technischen Universität München hatten die Krebstherapie mit Neutronen stets als wichtiges Argument benutzt, um für das international umstrittene Projekt zu werben. Karin Wurzbacher zeigt auf, daß dieses Argument nicht stichhaltig ist und offenbar gegen besseres Wissen gebraucht wurde. Damit nicht genug: Den Reaktorkritikern wurde sogar unterstellt, daß sie mit ihrer angeblichen Verzögerungshaltung "vielen schwer Krebskranken die Chancen auf eine Therapie und damit auf eine Gesundung genommen haben". Mit der verständlich formulierten Broschüre, für die Prof. Dr. med. Dr. h. c. Edmund Lengfelder vom Strahlenbiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Vorwort geschrieben hat und die beim Umweltinstitut München kostenlos angefordert werden kann, wird dies widerlegt: http://www.umweltinstitut.org

Stx406-407.2003.7,8.2 (2 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

kosmische Strahlung

Zurück zum Anfang

kosmische Strahlung

Der Einfluss der Strahlungswichtungsfaktoren für Neutronen und Protonen auf die Bestimmung der Strahlenexposition von Flugpersonal - Zu erwartende Änderungen durch die Euratom-Richtlinie 59/13 und Unterschätzung der Ergebnisse durch unrealistische ICRP-Annahmen. Von Robert Schmitz.

Nach Strahlenschutzverordnung gehört Flugpersonal zur Gruppe der „beruflich strahlenexponierten“ Personen. Wie auch aus anderen Sparten bekannt, zeigen sich bei ihm erhöhte Raten an Krebserkrankungen, nicht malignen Hirntumoren und Katarakten. Sein Gesundheitsrisiko erscheint im Vergleich zu anderen chronisch exponierten Kollektiven als unerwartet hoch, weil laut Bundesamt für Strahlenschutz die Jahresdosen nur bei 2 bis 5 Millisievert (mSv) liegen sollen (BfS 2011). Wegen der komplexen Zusammensetzung der Höhenstrahlung im Flugzeug mit Anteilen von hochenergetischen Neutronen und geladenen Partikeln wird die Dosis nicht durchgängig gemessen, sondern mithilfe von Annahmen über die Verhältnisse bei Standardflugrouten anhand von Rechenmodellen bewertet.

Kritische Wissenschaftler weisen seit langem auf die Unterschätzung der biologischen Wirkung von Neutronen, die einen erheblichen Dosisbeitrag liefern, in den Berechnungen hin. Entgegen zahlreichen Befunden, die diese These bestätigen, hat die internationale Strahlenschutzkommission ICRP 2007 eine weitere Senkung der Strahlungswichtungsfaktoren für Neutronen und Protonen, die in die Rechenmodelle eingehen, empfohlen (ICRP 103). Dies ist in der auch für Deutschland verbindlichen EURATOM-Richtlinie 59 von 2013 übernommen worden. Es besteht somit die Gefahr, dass die zukünftigen Strahlendosen des Flugpersonals so klein gerechnet werden, dass das Flugpersonal wegen zu kleiner Dosis von Strahlenschäden freigesprochen wird.

Diese Studie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage, wie sich verschiedene Wertzuweisungen für den Strahlungswichtungsfaktor auf die Berechnung der effektiven Dosis durch ionisierende Strahlung in einer für Langstreckenflüge typischen Höhe von 10 bis 12 Kilometern auswirken. Es ist zu befürchten, dass die rechnerische Absenkung der effektiven Dosis durch Neutronen- und Protonenstrahlung um 30 Prozent dazu benutzt wird, das Flugpersonal aus der gesetzlich geschützten Kategorie der beruflich Strahlenexponierten herauszunehmen.

Stx724-725.2017.1-3.3 (3 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

kosmische Strahlung

Die Minimierung der Strahlenbelastung des Flugpersonals durch Rechenkunst. Die EURATOM-Richtlinie 59 von 2013 macht´s möglich. Von Inge Schmitz-Feuerhake. Das Flugpersonal wird nach Strahlenschutzverordnung zu den „beruflich strahlenexponierten“ Personen gerechnet. Wie auch aus anderen Sparten bekannt, zeigen sich bei ihm erhöhte Raten an Krebserkrankungen, nicht malignen Hirntumoren und Katarakten. Ihr Gesundheitsrisiko erscheint im Vergleich zu anderen chronisch exponierten Kollektiven als unerwartet hoch, da laut Bundesamt für Strahlenschutz die Jahresdosen nur bei 2 bis 5 Millisievert (mSv) liegen sollen. Wegen der komplexen Zusammensetzung der Höhenstrahlung im Flugzeug mit Anteilen von hochenergetischen Neutronen und geladenen Partikeln wird die Dosis nicht kontinuierlich gemessen, sondern anhand von Annahmen über die Verhältnisse bei Standardflugrouten berechnet. Kritiker beklagen seit Langem die Unterbewertung der biologischen Wirkung von Neutronen, die einen erheblichen Dosisbeitrag liefern. Entgegen zahlreichen Befunden, die diese Kritik bestätigen, hat die Internationale Strahlenschutzkommission ICRP 2007 eine weitere Senkung der Strahlungswichtungsfaktoren für Neutronen und Protonen empfohlen. Die auch für Deutschland verbindliche EURATOM-Richtlinie 59 von 2013 hat dieses übernommen. Es ist anzunehmen, dass damit die zukünftigen Strahlendosen des Flugpersonals so klein gerechnet werden, dass das Flugpersonal wegen zu kleiner Dosis von Strahlenschäden freigesprochen wird.

Stx712-713.2016.1-6.6 (6 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

kosmische Strahlung

Die biologische Wirkung von Neutronen liegt 100fach über der einer Kobalt-60-Gammastrahlung. Die berufliche Strahlenbelastung der Flugbegleiterinnen und Piloten wurde schon vor Jahren zum Zankapfel innerhalb der Wissenschaft und Politik. Gestritten wird über die biologische Wirksamkeit der kosmischen Strahlung, im besonderen der Wirkung des Neutronenanteils. In der Juniausgabe der Zeitschrift "International Journal of Radiation Biologie" veröffentlichte Anna Heimers, Universität Bremen, ihre vorläufigen Untersuchungsergebnisse zur relativen biologischen Wirksamkeit (RBW) kosmischer Strahlung, die am schweizerischen CERN simuliert wurden.

Stx302-303.1999.2,3.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Zurück zum Anfang

Atommüll-Lager

CASTOR als Neutronenquelle. Sekundäreffekte durch die Lagerung von Castor-behältern im Zwischenlager Gorleben. Von Prof. Dr. Rolf Bertram

Die vom Inventar eines Castors ausgehende Strahlung wird nur unzureichend abgeschirmt. Dadurch existiert in der Umgebung eingelagerter Castoren ein durch Neutronen und Gammastrahlen verursachtes Mischstrahlungsfeld.

Ungelöste Probleme bei der Abschirmung radioaktiver Strahlung treten bei der CASTOR-Lagerung besonders deutlich zu Tage. Vorliegende überwiegend auf Modellvorstellungen beruhende Abschirmberechnungen sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Direkt an der Außenwandung von CASTORen ist ein Neutronenfluss mit einem hohen Anteil thermischer Neutronen festgestellt worden. Die Intensität dieser thermischen Neutronen reicht aus, um mittels kernchemischer Reaktionen diverse radioaktive Aktivierungsprodukte in der Umgebungsluft zu erzeugen. Von besonderer Bedeutung ist dabei der durch eine sogenannte n,p-Reaktion aus dem Stickstoff der Luft entstehende Radiokohlenstoff (14C), da dieser aufgrund der relativ langen Halbwertszeit (5736 Jahre) und wegen seiner Affinität zu biologischen Systemen und seiner Bindungsfreudigkeit insbesondere zu Sauerstoff in alle Lebensbereiche eindringen kann.

Eine weitere Ursache der Luftkontamination ist die Aktivierung von in der Luft befindlichen Schwebstoffteilchen. Die für die Region wichtigsten Aerosole dürften die 14C-tragenden Partikel sein. Wobei insbesondere jene Größenklassen von Bedeutung sind, die einem längeren Transport mit der Luftströmung unterliegen. Große Partikel werden schon früh – vermutlich in der Nähe der Transportbehälterlager (TBL) – zu Boden sinken.

Die Wirkungen dieser durch Neutronenstrahlung aktivierten Teilchen auf Mensch und Umwelt (Zunahme der Luftionisation) werden in den amtlichen Verlautbarungen bis heute stark unterschätzt. Nicht beachtet werden auch die strahlenchemischen Reaktionen zwischen kontaminierten Partikeln untereinander und den ionisierten gasförmigen Atomen und Molekülen in der Abluft.

In normaler Umgebungsluft kann die Partikelzahl pro Kubikmeter Luft mehr als 1 Million betragen.

Neben der radioaktiven Verseuchung der Atemluft ist die Boden- und Wasserverseuchung zu beachten, die durch kontaminierte Niederschläge aus bodennahen Luftschichten hervorgerufen wird. Die bei der Aktivierung gebildeten Radionuklide (Aktivierungsprodukte) sind noch lange Zeit nach der Neutronenbestrahlung nachweisbar.

Um das Ausmaß und damit die Schadwirkung dieser zweifelsfrei ablaufenden Prozesse abschätzen zu können, sind umfassende Untersuchungen dringend erforderlich. Belastbare Modelle oder plausible Theorien über derartige Prozesse in der Umgebung der Castor-Lagerhalle, die zur Entstehung radioaktiver Aerosole und radioaktiver Atome/Moleküle führen, sind nicht bekannt.

Fest steht, dass ein länger dauernder oder gar ständiger Aufenthalt in der näheren und weiteren Umgebung einer Castor-Lagerhalle nicht folgenlos ist. Bei einer Abschätzung der radiologischen Konsequenzen sind die besonderen örtlichen Verhältnisse und die dort vorliegenden Ausbreitungsbedingungen zu berücksichtigen.

Der Nachweis, dass die biologische Wirksamkeit von Neutronen im amtlichen Strahlenschutz stark unterschätzt wird, ist lange erbracht. Wissenschaftlich begründete Bedenken wurden bis zur Stunde weder vom Betreiber noch von den Aufsichtsbehörden erkennbar ausgeräumt. Damit ergeben sich bisher unzureichend bearbeitete Probleme für alle Arten der Zwischenlagerung von hochaktivem Atommüll.

In dieser Studie sind die der-zeitigen Erkenntnisse zusammengestellt und insbesondere mit Blick auf die Risiken für Mensch und Umwelt bewertet.

Stx672-673.2015.1-8.8 (8 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

Atommüll-Lager

Atommüll-Zwischenlager: Castoren als ständige Neutronenquelle. In der näheren Umgebung eingelagerter Castoren existiert ein Mischstrahlungsfeld von Neutronen- und Gammastrahlen. Die vom Inventar eines Castors ausgehende Strahlung wird definitionsgemäß abgeschirmt. „Abschirmung“ bedeutet aber nur, dass die Strahlung bis auf die zulässige Dosis abgeschwächt wird. Die Aufsummierung aller Außenflächen der über 100 eingelagerten Castoren (z.B. im Zwischenlager Gorleben) über-steigt die Fläche eines Fußballfeldes. Direkt an der Außenhaut von CASTORen ist ein erheblicher Neutronenfluss mit einem hohen Anteil thermischer Neutronen festgestellt worden – bis zum 100.000fachen der natürlichen Strahlung. Die Intensität dieser thermischen Neutronen reicht aus, um auf der Außenhaut adsorbierte Ionen, Atome und Moleküle mittels kernchemischer Reaktionen zu aktivieren. Von Rolf Bertram.

Stx656-657.2014.4.1 (1 Seite)

Zur Originalseite im pdf-Format

Atommüll-Lager

Weshalb Zwischenlager Radioaktivität freisetzen. Nach Beginn der Einlagerung von Transportbehältern mit hochradioaktiven Abfällen im Transportbehälterlager Gorleben (TBL-G) gingen in der Umgebung die Mädchengeburten stark zurück. Diese Feststellungen wurden durch eine unabhängige Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) im Juli 2011 bestätigt. Trotz der statistisch eindeutigen Ergebnisse stieß die Hypothese, daß die Ursache für die Verschiebung des Geschlechtsverhältnisses das TBL-G wäre, insbesondere bei den Vertretern der Atomaufsicht im niedersächsischen Umweltministerium (NMU) sowie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Skepsis. Das Argument der Behörden lautet, daß Radioaktivität aus dem TBL-G als Ursache der Veränderung der Geburtenverhältnisse nicht in Frage käme, weil keine freigesetzt würde. Stimmt das eigentlich?

Daß die Behälter dicht sind, ist kaum anzuzweifeln. Das bedeutet aber nicht, daß durch sie nicht trotzdem Radioaktivität freigesetzt werden kann. Aus den Behältern treten durch die Wände hindurch erhebliche Mengen an Neutronen aus. Es kann also keine Rede davon sein, daß ein Zwischenlager keine Radioaktivität freisetzt: Sobald wesentliche Mengen von Neutronen in die Luft gelangen, entsteht dort ganz zwangsläufig Radioaktivität in Form von Aktivierungsprodukten. Von Ralf Kusmierz

Stx616-617.2012.1-4.4 (4 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

Atommüll-Lager

Strahlenwirkungen: Überlegungen zur biologischen Wirkung von Neutronenstrahlung und deren Bewertung. Durch den politisch beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sind die Entsorgungsprobleme verbrauchter Kernbrennstoffe bei weitem nicht gelöst. Das durch das Zwischenlagern und den Transport von Castorbehältern bedingte Problem der Strahlenbelastung besteht weiterhin. Die Bewertung der aus einem solchen Behälter austretenden Strahlung (Neutronen- und Gamma-Strahlung) war und ist nach wie vor umstritten. Es ist daher angebracht, erneut das von Neutronenstrahlung ausgehende Risiko zu diskutieren. Von Wolfgang Köhnlein.

Stx602-603.2012.10-13.pdf (4 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

Atommüll-Lager

Endlagerung radioaktiver Abfälle: Wichtige Effekte von Neutronenstrahlung sind bisher unberücksichtigt. Im Salz von Atommüll-Endlagern und im Glas von Atommüll-Kokillen werden durch radioaktive Strahlung Materialveränderungen und Materialzerstörungen auftreten, deren Auswirkungen bisher kaum diskutiert wurden. Dabei spielt auch die Neutronenstrahlung eine bisher nicht berücksichtigte Rolle. Darauf wies der Göttinger Professor Dr. Rolf Bertram Ende Februar 1998 in einem Vortrag auf Einladung des Niedersächsischen Instituts für homöopathische Medizin e.V. in Celle hin.

Stx272-273.1998.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Transporte

Zurück zum Anfang

Atommüll-Transporte

Strahlenwirkungen: Überlegungen zur biologischen Wirkung von Neutronenstrahlung und deren Bewertung. Durch den politisch beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sind die Entsorgungsprobleme verbrauchter Kernbrennstoffe bei weitem nicht gelöst. Das durch das Zwischenlagern und den Transport von Castorbehältern bedingte Problem der Strahlenbelastung besteht weiterhin. Die Bewertung der aus einem solchen Behälter austretenden Strahlung (Neutronen- und Gamma-Strahlung) war und ist nach wie vor umstritten. Es ist daher angebracht, erneut das von Neutronenstrahlung ausgehende Risiko zu diskutieren. Von Wolfgang Köhnlein.

Stx602-603.2012.10-13.pdf (4 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

Atommüll-Transporte

Strahlenschutz: Neutronen als Strahlenschutzproblem bei Atommülltransporten. Der Transport verglaster hochradioaktiver Abfälle im November 2008 von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennelemente La Hague in das Zwischenlager nach Gorleben erfolgte in französischen Transportbehältern. Etwa 80 Prozent der nach offizieller Dosisbestimmung von ihnen ausgehenden Exposition wird durch Neutronen erzeugt. Würde man die biologische Wirkung von Neutronen deutlich höher einschätzen, als dieses in der Strahlenschutzverordnung angenommen wird, käme es zu einer Grenzwertüberschreitung. Über die Wirkung von dicht ionisierender Strahlung, zu der Neutronen gerechnet werden, gibt es seit langem Debatten in der Wissenschaft. Die Argumente von Kritikern des offiziellen Strahlenschutzes, die in der Vergangenheit eine erhebliche Unterschätzung der Neutronenwirkung geltend gemacht haben, werden durch neuere Befunde an Flugpersonal und anderen menschlichen Kollektiven, die dicht ionisierender Strahlung ausgesetzt waren, gestützt. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx532-533.2009.6-11.6 (6 Seiten)

Zu den Originalseiten im pdf-Format

Atommüll-Transporte

Castor-Transporte: Die biologische Wirkung von Neutronenstrahlung wird weiterhin unterschätzt. Fallbeispiel einer versuchten Unterdrückung "unbequemer" wissenschaftlicher Ergebnisse. Seit etwa 1995 findet verstärkt Beachtung, daß die biologisch schädigende Wirkung von Neutronenstrahlung unterschätzt wird. Der Marburger Nuklearmediziner Prof. Dr. Horst Kuni hatte 1995 eine Studie veröffentlicht, in der er zeigte, daß beim Anlegen internationaler Maßstäbe und neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse die strahlenbiologische Wirkung von Neutronen etwa 30mal höher anzusetzen sei, als in der deutschen Strahlenschutzverordnung angenommen. Der Physiker Dr. Helmut Hirsch beschreibt an dem Beispiel CASTOR-Transport, wie in Deutschland mit derart "unbequemen" wissenschaftlichen Ergebnissen umgegangen wird. Auf Grundlage selbst durchgeführter Messungen am CASTOR belegt er eindrucksvoll, welchen Strahlenbelastungen das betroffene Begleitpersonal und die Bevölkerung ausgesetzt sein kann.

Stx254-255.1997.4,9,10.3 (3 Seiten)

Atommüll-Transporte

CASTOR-Transporte: Erregung um Neutronenstrahlung. Aufregung hat der Beitrag von Prof. Dr. Rolf Bertram, Göttingen, über die "Zerstörerische Wirkung von Neutronen" in der Ausgabe des Strahlentelex vom April 1997 erzeugt (Nr.246-247/1997). "Halten Sie Ihre Leser für so dumm, daß Sie einen derart unsinnigen, wenn auch wortreichen und -gewandten Artikel drucken?" fragt der an der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) in Berlin tätige Diplomphysiker Helmut Kowalewsky, nach eigenem bekunden "als Beamter, der allerdings in Strahlenschutzfragen nur noch nebenbei tätig ist" seinem "Wissen und Gewissen verpflichtet".

Stx250-251.1997.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Transporte

Castor-Transporte: Zerstörerische Wirkung von Neutronen. Die mit Transport und Lagerung verbundenen Risiken durch Neutronen im Castor-Strahlungsfeld werden gegenwärtig sehr kontrovers diskutiert. Dieser Problembereich hat besondere Aktualität durch Untersuchungen des Marburger Nuklearmediziners Professor Dr. Horst Kuni gewonnen, wonach die Gefährdung von Begleitpersonen (Polizeischutz) durch Neutronenstrahlung weit höher ist, als bisher angenommen. Obwohl die Bedenken nicht ausgeräumt wurden, halten die zuständigen Ministerien und Behörden weitere Castor-Transporte nach Gorleben für unbedenklich. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es für eine solche "Entwarnung" keinen Anlaß. Ganz im Gegenteil: Die besondere Schadwirkung von Neutronenstrahlen, kernchemische Umwandlungen (Transmutationen) im Gewebe hervorzurufen, blieb bisher in der Neutronendosimetrie weitgehend unberücksichtigt. Auch bei nur kurzzeitiger Neutronenbestrahlung werden im Körperinneren bleibende Quellen radioaktiver Strahlung implantiert. Struktur und Funktion der betroffenen Gewebebereiche werden dauerhaft und nachhaltig verändert. Diese Effekte, auf die der emeritierte Göttinger Hochschullehrer Professor Dr. Rolf Bertram in seinem Beitrag für das Strahlentelex aufmerksam macht, sind neben den mit Castor-Transporten befaßten Personen auch für Piloten und Stewardessen im Zusammenhang mit der Wirkung der kosmischen Strahlung von besonderer Bedeutung.

Stx246-247.1997.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Transporte

Niedersächsische Polizisten dürfen wieder Castor-Transporte begleiten. Der niedersächsische Innenminister Gerhard Glogowski (SPD) sieht für Polizeibeamte, die Transporte mit hochradioaktiven Abfällen in sogenannten Castor-Behältern begleiten, keine gesundheitliche Gefährdung mehr. Ab sofort dürfen seine Polizisten deshalb Transporte abgebrannter Brennelemente nach Gorleben wieder begleiten. Ein Jahr zuvor hatte er erklärt, solange Prof. Horst Kunis Behauptungen nicht widerlegt seien, daß die Wirkung von Neutronenstrahlung bisher unterbewertet sei, könne er seine Beamten nicht zu solchen Einsätzen schicken.

Stx218-219.1996.1.1 (1 Seite)

Atommüll-Transporte

Die Wirkung von Neutronenstrahlung wird gewaltig unterschätzt. Die aus den sogenannten "Castor"-Atommüllbehältern dringende Neutronenstrahlung wird in ihrer gesundheitlichen Wirkung völlig unterschätzt. Nach dem Anlegen internationaler Maßstäbe und neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse kommt der Marburger Nuklearmediziner Professor Dr. Horst Kuni im Gegensatz zum Bundesamt für Strahlenschutz in einem Gutachten für die niedersächsische Landesregierung auf eine insgesamt etwa 30 mal höhere strahlenbiologische Wirksamkeit und eine entsprechend höhere Gefährdung vor allem des begleitenden Transportpersonals. Das niedersächsische Innenministerium reagierte prompt: Es werde solange keine Einsätze niedersächsischer Polizeieinheiten bei Castor-Transporten geben, bis nicht unzweifelhaft feststehe, daß für die eingesetzten Beamten keine gesundheitliche Gefährdung bestehe.

Stx208-209.1995.1-3.3 (3 Seiten)

Zurück zum Register

Artikel oben bestellen

Zurück zum Anfang

 
Strahlentelex
ISSN 09314288